Feldstudie im Kaffeehaus: Wie viele Kaffeesorten gehen, bevor der Ober narrisch wird?
Von Austriaman persönlich

Österreich ist bekannt für Mozartkugeln, Lipizzaner – und das
Kaffeehaus. Dort gibt’s Regeln, die strenger sind als die
Hausordnung im Vatikan. Man darf stundenlang Zeitung lesen, aber
wehe, man bestellt den Kaffee falsch. Eine „Feldstudie“ musste her.
Austriamans Experiment im Kaffeehaus beginnt wie jede gute
Forschung: Mit einem einfachen Verlängerten. Doch wie weit kann man
gehen? Wie viele verschiedene Kaffeesorten lassen sich im Wiener
Kaffeehaus bestellen, bevor der Ober narrisch wird?
Die wissenschaftliche Methodik
Vergesst Harvard und Oxford – die Austriaman-Forschung läuft im Café Landtmann. Mein Ansatz:
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Immer nur eine Sorte bestellen.
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Immer mit ernster Miene, als wär’s die normalste Sache der Welt.
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Nie denselben zweimal – Vielfalt ist gefragt!
Die Phasen der Kaffeehaus-Expedition
Phase 1: Das Aufwärmen
Ein Verlängerter, eine Melange, ein kleiner Brauner. Alles kein
Problem. Der Ober nickt professionell – noch glaubt er, man sei ein
ganz normaler Gast.
Phase 2: Die Steigerung
Ein Fiaker, ein Einspänner, ein Franziskaner. Jetzt wird die
Augenbraue des Obers schon gefährlich hochgezogen. Erste Gäste
schauen rüber.
Phase 3: Die Provokation
Kapuziner, Kaisermelange, Türkischer Kaffee. Langsam merkt man: Der
Ober tippt innerlich schon „Hausverbot light“ in seine
Statistik-App.
Phase 3: Die Provokation
Ein Mazagran, ein Verlängerter entkoffeiniert mit Sojamilch
(ja, den gibt’s wirklich!), und als Finale: „Hätten’s
vielleicht auch a Pumpkin Spice Latte?“
— Stille im ganzen Kaffeehaus. Ein Gast verschluckt sich fast an der
Sachertorte. Der Ober schaut so, als würde er gleich den Notausgang
öffnen.
Ergebnis der Studie
Bei exakt zehn verschiedenen Kaffees ist die Toleranzgrenze erreicht. Danach ist man entweder ein Exot, ein Tourist – oder einfach ein Wahnsinniger.
Fazit
Das Kaffeehaus ist kein Starbucks, sondern eine Institution. Wer
mehr als zehn Sorten durchprobiert, darf froh sein, wenn er nicht
mit dem Biedermeiersessel hinauskomplimentiert wird.
Merke: Der wahre Wiener bestellt sowieso immer dasselbe – und
grantelt dann über die Qualität.
Externe Links
Wikipedia: Wiener Kaffeehauskultur.